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Spionage-Vorwürfe gen China

Wurden Mini-Chips in den Servern verbaut, um Spionage zu betreiben?

Eine Einheit der chinesischen Armee soll in einer groß angelegten Aktion dafür gesorgt haben, dass kleine Spionage-Chips in Servern für US-amerikanische Unternehmen verbaut werden. Dies berichtet "Bloomberg". Sollten die Informationen von angeblich 17 anonymen Personen aus "Unternehmens- und Regierungskreisen" stimmen, dürfte es sich um einen der wahnwitzigsten Fälle von Cyber-Spionage handeln. Die Mini-Chips sollen in etwa so groß sein wie eine Bleistiftspitze und in Hauptplatinen des kalifornischen Herstellers Supermicro verbaut worden sein. Teil der Lieferkette seien auch Hersteller aus China gewesen. Die Chips hätten unbemerkt eine Verbindung zu einer unbekannten Quelle aufgebaut, um Informationen zu übermitteln sowie Programmcodes nachzuladen.

Die betroffenen Unternehmen, darunter Apple und Amazon, haben den Bericht teilweise vehement zurückgewiesen. In den jeweils ausführlichen Stellungnahmen heißt es, man werde keinesfalls ausspioniert. Apple etwa lässt mitteilen, man habe "keine Hardware-Manipulationen" gefunden. Auch die chinesische Regierung dementiert.

Die Informanten allerdings sehen das anders. Sie hätten Bloomberg detailliert darlegen können, wie Apple und Amazon die Chips unabhängig voneinander fanden, auch durch Überprüfungen externer Spezialisten.

Jan Treber

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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