Musik

Roger Waters reagiert auf Antisemitismus-Vorwürfe des Münchner Oberbürgermeisters

Vor seinem heutigen Konzert in der Münchner Olympiahalle hat Roger Waters auf Vorwürfe von Dieter Reiter, dem Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt, reagiert. "Der Bürgermeister behauptet, ich würde zunehmend hasserfüllte antisemitische Bemerkungen machen", so Waters in einer Twitter-Botschaft. "Ich trete für die Menschenrechte ein."

Dieter Reiter hatte dem ehemaligen Pink-Floyd-Musiker zuvor in einer Stellungnahme vorgeworfen, er stelle sich "außerhalb all dessen, wofür unsere demokratische, liberale und bunte Stadtgesellschaft steht". Waters unterstütze "antisemitische Boykottkampagnen gegen Israel" und fantasiere von einer "ungemein mächtigen jüdischen Lobby". Reiter bezog sich dabei offenbar auf eine Ansprache, die Waters am Montag bei seinem Konzert in Köln gehalten hatte. Dabei kritisierte der Musiker den Boykott seiner Tour durch mehrere Radiosender, darunter auch WDR und BR.

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Wie in einer Aufzeichnung der Ansprache, die Waters bei Twitter postete, zu hören ist, sprach er allerdings lediglich von einer "Lobby, die versucht, meine Karriere zu zerstören", nicht von einer "jüdischen Lobby". Der Musiker distanzierte sich außerdem erneut von jeglichen Antisemitismusvorwürfen und wiederholte seine Forderung, "dass auch Palästinenser Menschenrechte genießen sollen". Wer seine Haltung bezweifle, solle sich sein Werk und sein Leben anschauen. Waters' Vater war 1944 von deutschen Wehrmachtssoldaten in Italien erschossen worden.

teleschau - der mediendienst

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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